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Die alte Schule Strausberg – unser ganz besonderes Zuhause

Bild zum Thema Die alte Schule Strausberg – unser ganz besonderes Zuhause

Eigentlich müsste hier ein Tresen stehen mit Empfang wie im Seniorenhotel“, so beginnt Jutta Bleibaum die Vorstellung „Ihres“ Hauses in der Strausberger Artur-Becker-Straße 13. „Aber das übernehmen wir selber.“ Mit selbst angelegten Blumenecken, Fotos vom letzten Gemeinschaftsfest und handgemalten Bildern an den Wänden wird man bereits am Eingang begrüßt und merkt gleich – das ist ein ungewöhnliches Haus.

Früher war das mal ein ganz normales Schulgebäude in einer Plattenbausiedlung. Heute ist es ein Beispiel für selbstbestimmtes aktives Seniorenwohnen mit vielen tollen Lösungen, die die Bewohner schätzen. Geschaffen durch das Engagement der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft mbH. So gibt es z.B. Laubengänge, über die man zu den kleinen oder größeren Wohnungen kommt. Vor manchen Wohnungstüren stehen Bänke und Blumen - ein Ort zum Schauen und Schwatzen, der fast an ein Dorf erinnert. Auf den Etagen gibt es Freiflächen, die auch zum Kommunikationsort geworden sind. Hier laden Tische und Stühle ein, sich zu treffen, miteinander zu reden, zu spielen. Es ist Platz da, sich gemeinsam zu bewegen.

Die 43 Wohnungen sind seniorengerecht, alle mit Aufzug erreichbar und gut durchdacht. Da gibt es z.B. einen Lichtdurchlass in der Mitte der Balkonbrüstung - man stutzt und denkt, wozu denn das? Das macht doch nur Arbeit. Aber nein, Frau Bleibaum erzählt, wie sie diesen Ausblick auf die wunderbare grüne Umgebung und das Leben vor der Tür schätzen gelernt hat und nicht mehr missen möchte. Vom Sessel aus hat sie ein „Stückchen von der Welt“ in ihrem Wohnzimmer. Mit Begeisterung und Stolz stellt sie jede Ecke des Hauses vor - die Abstellräume, die gut erreichbar sind für alle, die schönen Ausblicke, die durch die interessante Architektur erreicht werden. Auf einer Etage ist der Vorraum so groß, dass hier alle gemeinsam feiern können. Hier werden Feste organisiert, bei denen für jeden der Heimweg kurz und ungefährlich ist. Das kommt gut an. Auch die barrierefreien Wege, das schöne Umfeld, „unsere“ Kita nebenan, das Café als Treffpunkt in der Nähe. Das Besondere dieses Seniorenwohnens sind aber nicht nur die interessanten baulichen Lösungen. Es ist auch das ungewöhnliche Konzept der Begleitung. Organisiert vom Jugendsozialverbund Strausberg e.V. und unterstützt durch die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft mbH gibt es für die Bewohner der seniorengerechten Wohnungen ein Projekt der sozialen und kulturellen Betreuung.
Bild zum Thema

Frau Bleibaum ist einer der ehrenamtlichen Akteure, in ihrem Haus „die gute Seele“, die sich gemeinsam mit den anderen kümmert - um das Miteinander, die gemeinsamen Aktivitäten und Feste, um die Schaffung von Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, bei Bedarf auch Hilfe zu bekommen. So werden z.B. vom Verein Busreisen organisiert und die Ehrenamtlichen unterstützen die Älteren, damit sie trotz Einschränkungen dabei sein können. Sie helfen in den Bus, überzeugen und motivieren. Sie sorgen dafür, dass die Neuen im Haus einbezogen werden, helfen ihnen, die Stadt kennen zu lernen, informieren und beziehen alle ein, die aktiv sein wollen. „Selbstbestimmt leben in der eigenen Wohnung, das ist ganz wichtig“, betont Frau Bleibaum. „aber auch, immer zu wissen, da finde ich Gleichgesinnte, da bin ich nicht allein und wenn ich Hilfe brauche, finde ich sie schnell.“ Bei ihr liegen auch ein Hinweis zum Zweitschlüssel und die Adressen der Angehörigen, wenn Hilfe notwendig ist. Sicherheit und Geborgenheit vermittelt dieses Engagement!

Frau Bleibaum, die mit großer Freude als ehemalige Lehrerin in die „alte Schule“ gezogen ist, hat hier einen Wirkungsbereich gefunden, der sie ausfüllt und mit dem sie dazu beiträgt, ein beispielhaftes Konzept für das Wohnen im Alter zu gestalten.

Text und Foto – Akademie 2. Lebenshälfte 2015

Weitere Informationen zum Objekt 

Eintrag vom 18.11.2015 unter »Praxisbeispiele: Normales Wohnen«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.