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„Licht, Luft, Leben – einfach schön“

Bild zum Thema „Licht, Luft, Leben – einfach schön“
Berchta Weber kommt eigentlich aus Südbaden. Vor 71 Jahren ist sie dort geboren, in einer Kleinstadt, die noch die Ruinen des Krieges prägten. Nach vielen Lebensstationen hat sie jetzt in Luckenwalde einen Ort gefunden, an dem sie sich im Alter so richtig wohlfühlt: Das Heinrichstift in der Lindenstraße.
Ein Ort, der Geschichte atmet, aber doch auch ein Ort für Zukunft. 1897 entstand dieses Gebäude als Feierabendheim für die Arbeiter der Tuchfabrik der Gebrüder Heinrich in Luckenwalde. In DDR-Zeiten war es ein Altenheim. Jetzt stand es 12 Jahre leer, bis sich mit Werner Weng ein mutiger Investor gefunden hat und ein Schmuckstück daraus macht.
Eigentlich war Frau Weber vor 10 Jahren wegen der Arbeit nach Luckenwalde gekommen, hier hatte sie nochmal eine Chance. Und wollte dann als Rentnerin wieder zurück. Aber jetzt ist sie unsicher, ob sie nicht doch hierbleiben wird. So viele nette Leute, gute Freunde, Chor, Kino, überall ist sie selbst aktiv. Mit ihrer 1-Zimmer-Wohnung in Parterre in dem Haus „wie ein Palast“ ist sie sehr zufrieden. „Wenn man in den Flur kommt, die schönen Fenster, das ehrwürdige Treppenhaus“ – all das kann sie richtig genießen. Auch ein Gärtchen im Hof und viel Platz für Gemeinschaft, das macht Wohlgefühl aus.

„Man muss nicht fort, um Gesellschaft zu haben. Wenn jemand nebenan Klavier spielt, wenn die Nachbarin auf der Treppe was erzählen will, das reicht. Nähe und Distanz – das stimmt hier.“ Sagt Frau Weber. „Und als ich krank war, haben sich die Nachbarn gekümmert.“ Auch sie kümmert sich gern, aber Freiraum ist ihr wichtig. Das ist nicht immer so einfach.
Viele Wohnsituationen hat Frau Weber schon erlebt, mit drei Schwestern auf der Personaletage einer Einrichtung, als „Gattin“ in einer schönen großen Mietwohnung. Sie wollte aber immer selbstständig sein, hat sich politisch interessiert und interessante Menschen gesucht. Die hat sie hier in Luckenwalde gefunden. Geträumt hat sie früher von „einer Fabriketage, offene Türen, viele Fenster“. Das historische Gebäude und auch die Liebe des Bauherren zum Detail- das passt ein wenig zu ihren Träumen.
Aber es gibt noch viel mehr, was ihr hier so gefällt. Es ist eine interessante Mischung von Bewohnerinnen und Bewohnern, die hat sich der Besitzer gut angeschaut, damit es passt, meint Frau Weber. 34 Wohnungen in verschiedener Größe für Ehepaare mit Kindern, für Ältere, Alleinstehende, Behinderte. Vielfalt macht auch die Atmosphäre aus. Und es ist bezahlbar mit 6 € kalt. Es gibt wunderbare Gemeinschaftsräume. Ideen wie die Sauna, die gerade entsteht, der Waschsalon, der Gemeinschaftskräutergarten, die Gästewohnung, barrierefreie Duschen und Fußbodenheizung. All das macht das Leben angenehm.
Und man ist mittendrin. 10 Minuten zum Markt. Die Bushaltestelle vor der Tür. Und mit dem Zug bis Berlin geht es auch schnell, „wenn ich mal Großstadt brauche“. Die Kinder und Enkel sind weit, aber die Zugverbindung ist gut.
In ihrem Fall sind viele Dinge zusammengekommen. Eigeninitiative, Offenheit und Neugier von Frau Weber haben sich getroffen mit dem Anliegen eines Investors, seine Vision vom gemeinschaftlichen Wohnen 50life in einem Luckenwalder Baudenkmal zu verwirklichen. Ein zukunftsweisendes Konzept!
Ingrid Witzsche 2017

Weitere Informationen dazu 

Das Heinrichstift in der Lindenstraße 3 in Luckenwalde ist als Projekt für das generationsübergreifende Wohnen und die Gruppe 50+  entstanden. Ziel ist das selbstbestimmte Wohnen in Gemeinschaft.
Initiator und Eigentümer ist Werner Weng.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Eintrag vom 05.05.2017 unter »Praxisbeispiele: Gemeinschaftliches Wohnen«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.