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„Pförtnerlogen“ geben Sicherheit – Eindrücke aus Cottbus

Bild zum Thema „Pförtnerlogen“ geben Sicherheit – Eindrücke aus Cottbus

Am 28.September 2017 besuchte die Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“ des Landeseniorenrates die Stadt Cottbus und schaute sich zwei interessante und sehr unterschiedliche Wohnangebote für ältere Menschen an. Peter Friedrich als Leiter der AG, der selbst aus Cottbus kommt, hatte das organisiert.
Die AG setzt sich dafür ein, dass die Bedarfe der Senioren verstärkt in der Wohnungspolitik der Kommunen und Untenehmen berücksichtigt werden. Sie sucht nach guten Beispielen und möchte Seniorenbeiräte unterstützen, sich vor Ort dafür stark zu machen. Auch wenn es in Brandenburg sehr viel gute Entwicklungen in diesem Bereich gibt, ist das regional sehr unterschiedlich  

Generationen Wohnen in Cottbus

Bild zum Thema

Hüfnerstraße in Cottbus - Foto GWC

Bernd Kliemann, Bereichsleiter Kundenbetreuung der Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) und die Mieterbetreuerin Antje Rosenow stellten den Mitgliedern als erste ihre Vorhaben und Ergebnisse in diesem Bereich vor. Die kommunale Firma fühlt sich, so erläuterte Herr Kliemann, vor allem der Sicherung der Wohnmöglichkeiten für Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen verpflichtet. Im Ergebnis einer spannenden Entwicklung seit der Wende verfügt die Wohnungswirtschaft zurzeit über 17.000 Wohnungen und hat nur einen Leerstand von 3%. Eine Ursache für dieses gute Ergebnis sind auch die Strategien und Konzepte, die die GWC langfristig erarbeitet und umsetzt (weitere Informationen dazu in der Anlage). Seit langem widmet sie sich deshalb auch den Bedürfnissen der Menschen im höheren Alter und hat dazu gute Kooperationspartner eingebunden. Dazu kann sie viele gute Beispiele in der Stadt vorweisen. Grundsätzlich sieht sie vor allem in der Durchmischung der Bewohnerschaft die wichtigste Aufgabe, entwickelt aber auch spezielle Wohnangebote für Ältere.
Neben diesem strategischen Herangehen hat die Mitglieder der Arbeitsgruppe vor allem die Einrichtung von 21 Pförtnerlogen in den Wohnblöcken der GWC beeindruckt. Diese Form der Ansprechbarkeit ist für die Senioren von großer Bedeutung. Hier können Sie kleine Dienstleistungen in Auftrag geben (z.B. Wäsche- oder Paketdienst, Blumenpflege), können Zeitungen, Briefmarken und Fahrscheine kaufen und haben einen ständigen Ansprechpartner für ihre Probleme und damit auch mehr Sicherheit. Für die GWC ist das auch ein wichtiger Schritt gegen Vandalismus und vor allem ein Bindeglied zu den Bewohnern.
DOWNLOAD

Darstellung der Aktivitäten der Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH (PDF, 24 MB)

Wohnen wo andere Urlaub machen

Das zweite Beispiel, was sich die Arbeitsgruppe anschaute, war die im Aufbau befindliche Wohnresidenz & Spa Branitz. In einer ehemaligen Parteischule und späteren Hotelanlage nah am Park Branitz in Cottbus entsteht zurzeit ein großer Komplex verschiedener Wohn- und Erlebnismöglichkeiten mit Gastronomie, Schwimmbad und Sauna, Kultur- und Fitnessmöglichkeiten.
Von den bisher fertigen 2- und 3-Zimmerwohnungen sind derzeit bereit 90 % vermietet. Weitere sind im Entstehen. Der Geschäftsführer Gerd Mielke des Unternehmens Quattrohaus verwirklicht hier die Vision des Wohnens mit vielen Möglichkeiten eigener Aktivität direkt im Wohnumfeld. Daneben sind aber auch Tagespflege, Physiotherapie, eine Praxis für Allgemeinmedizin, Einkaufsmöglichkeiten und vieles andere mehr auf dem Gelände bereits vorhanden bzw. geplant. Die Bewohner haben eine 24 h-Rezeption als Ansprechpartner. Alles in allem ein spannendes Konzept. Herr Mielke will in Zukunft mit Hotel und großem Saal auch viele andere Besucher in dieses Objekt holen – es soll wieder ein lebendiger Ort der Kultur in Cottbus und im Land werden.
Die Mitglieder der AG waren sich einig, dass es gut ist, vielfältige Wohnangebote für die breite Gruppe der Älteren in ihrer Vielfalt zu schaffen. Umso wichtiges ist, dass sich Menschen frühzeitig Gedanken machen, wie sie im Alter leben möchten und ausreichend Informationen dazu finden können.

http://www.wohnresidenz-branitz.de/ 

Eintrag vom 29.09.2017 unter »Aktuelles und Interessantes«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.