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Provokative Kampagne - mehr Aufmerksamkeit für die Stärkung der Pflege zu Hause

In vielen Befragungen und Diskussionen wird immer wieder deutlich, viele Menschen möchten gern bis ins hohe Alter zu Hause leben, nicht in einem Heim. Seniorenverbände fordern, das Wohnen im Alter so zu gestalten, dass das möglich ist und immer mehr wird altersgerechter Wohnraum geschafffen, der aus der Sicht der Gegebenheiten ein Leben bis zum Ende zu Hause ermöglicht.
Aber die Wohnung ist nur eine Seite, die andere Frage ist, wie kann ich zu Hause leben, wenn ich pflegebedürftig bin und vieles allein nicht mehr kann. Wer wird mich betreuen? Gegenwärtig sind es LebenspartnerInnen, Kinder und andere Angehörigen, die die „Nächstenpflege“ übernommn haben, auch weil es ihnen wichtig ist, den geliebten Menschen selbst zu betreuen und ihm diesen Wunsch zu ermöglichen.
Welche großen Probleme damit verbunden sind, darauf hat jetzt der Sozialverband VdK mit seiner gelungenen Kampagne #naechstenpflege aufmerksam gemacht. Den Auftakt machte die „Demo ohne Menschen“ im politischen Herzen von Berlin: 350 sehr persönliche Forderungen an die Politik hatte der VdK im Vorfeld von pflegenden Angehörigen gesammelt, diese auf Demoschilder drucken lassen und gut sichtbar direkt vor dem Kanzleramt positioniert – damit die Pflegenden und Gepflegten endlich Gehör finden! Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der VdK an diesem Tag die Ergebnisse seiner großen Pflegestudie und seine sozialpolitischen Forderungen der Öffentlichkeit vor.
Der Verband engagiert sich für mehr Unterstützung der Nächstenpflege und hat dabei viele provokative Ideen entwickelt, um mehr Aufmerksamkeit für das wichtige Thema zu bekommen. Denn die Menschen, die das Problem betrifft, sind in der Gesellschaft nicht hat sichtbar.
Unter der Überschrift „Alleingelassen und in Bürokratie erstickt“ präsentiert er auf seiner Internetseite die zentrale Studienergebnisse und Forderungen des Sozialverbands. An der Online-Befragung 2021 haben insgesamt 33.500 Personen teilgenommen: davon 27000 pflegende Angehörige und 6500 Pflegebedürftige. Die Ergebnisse sind sehr interessant:

90 % der Befragten möchte zu Hause gepflegt werden.
3,3 Millionen pflegebedürftige Menschen werden gegenwärtig vor allem von Angehörigen zu Hause, häufig in Zusammenarbeit mit Pflegediensten, gepflegt.
91 % der Befragten haben sich freiwillig entschieden, ihre Angehörigen zu Hause zu betreuen.
72 % der Pflegenden sind Frauen.
Nächstenpflege findet deutlich häufiger auf dem Land statt.
Die Betreuung zu Hause ist häufig eine sehr langfristige Angelegenheit, in die oft die ganze Familie integriert ist.
Die Ergebnisse beschreiben darüber hinaus auch, wie es den Pflegenden geht, welche großen Probleme es gibt und wie wenig sie sich unterstützt fühlen.
Der VdK hat daraufhin seine sozialpolitischen Forderungen an die Politik klar formuliert und auf seiner Kampagnen-Seite veröffentlicht – provokant bebildert mit digital gealterten Portraits des Bundeskanzlers, des Bundesgesundheitsministers und der Bundesseniorenministerin.

Mehr über diese Kampagne, die Ergebnisse der Studie und die Aktivitäten des VdK finden Sie hier.
Eintrag vom 22.05.2022 unter »Aktuelles und Interessantes«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.