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Wohnen mit Service in Friesack am Markt

Bild zum Thema Wohnen mit Service in Friesack am Markt
Frau Kotsch, die Pflegedienstleiterin der Sozialstation Friesack des Gemeinschaftswerkes Wohnen und Pflege GmbH, weiß, wovon sie redet. Sie kennt ihre Region sehr genau, hat früher als Gemeindeschwester gearbeitet und auch heute Kontakt zu vielen Familien und alleinstehenden alten Menschen. Sie weiß, wie sie leben und was sie sich wünschen. Altersgerechter Wohnraum wird gesucht, er ist rar rund um die Kleinstadt Friesack. Die zwei- und dreistöckigen Häuser haben keinen Fahrstuhl, Treppen vor dem Haus. Keiner hat zur Zeit dieser Bauten an Barrierefreiheit gedacht. Im ländlichen Raum sind viele Häuser auch ungeeignet und die Versorgung ist schwierig. Die Kinder sind weggezogen. Die Alternative ist meist nur das Pflegeheim.
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Frau Kotsch und ihre Mitstreiter starteten deshalb vor ca. 5 Jahren mit der Initiative, altersgerechte Wohnmöglichkeiten mit Service zu schaffen. Sie holten sich Beratung und konnten den regionalen Bauunternehmer Irving Börner als Partner und Investor gewinnen. In der Mitte des Ortes sollte es, sein. Eine Baulücke direkt am Markt war bestens geeignet. Apotheke, Friseur, Physiotherapie, Sozialstation, Bushaltestelle - alles gleich vor der Tür. Auch zur Kirche ist es nicht weit. Die ideale Lage. Im Objekt „Wohnen mit Service“ in Friesack am Markt entstanden 17 Zwei-Zimmerwohnungen in unterschiedlicher Größe von 43 bis 65 m², die schnell vermietet waren. Bei den langfristigen Vorankündigungen und dem Tag der offenen Tür war das Interesse groß. Einige haben ihre Häuser verkauft, einige sind auch von außerhalb zugezogen.
Seniorengerechte Wohnungen - schwellenfrei, mit Fahrstuhl und bodengleicher Dusche, das war vielen wichtig. Dazu ein großer Garten mit Bänken, der zum Verweilen in der Natur einlädt. Für viele besonders bedeutsam ist aber auch der Service, vor allem das Gefühl, schnelle Hilfe in der Nähe zu haben.
Das Notrufsystem, ein „Kümmerer“ als Ansprechpartner und die Sozialstation um die Ecke – das gibt Sicherheit. Dazu der Gemeinschaftsraum mit vielen Aktivitäten, unterstützt durch Ehrenamtliche. Das Inventar wurde übrigens durch die Glückspirale finanziert! Hier wird gemeinsam gespielt, gesungen, gekocht, gefeiert. Aber auch Vorträge und Bewegungsangebote kommen nicht zu kurz. Keiner muss hier allein sein, aber jeder hat seine Rückzugsmöglichkeit, wenn es sie braucht.
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Mittagsessen gibt es in der Begegnungsstätte um die Ecke, Ausflüge werden angeboten und gern genutzt. Eine engagierte Ehrenamtliche ist die „Seele“ des Hauses! Frau Kotsch hatte nie Zweifel, dass dieses Projekt gelingt. Bei den Details kann man weiter erproben, was besonders geeignet ist. Braucht man die separate Küche? Braucht man einen Balkon? Eine ihrer wichtigsten Erfahrungen „Barrierefrei- macht frei“. Sie ist überzeugt, dass diese Form der Verbindung von selbstbestimmtem Wohnen, Pflege und Betreuung für viele genau das Richtige ist. Bei einem guten Management bietet es auch den Pflegekräften die Chance, alle Bewohnerinnen und Bewohner gut zu versorgen und sich auch die notwendige Zeit für sie zu nehmen. Zurzeit entstehen in Friesack Räumlichkeiten für eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz. In Zusammenarbeit der Angehörigen mit der Sozialstation und der Baufirma wird so ein weiterer Baustein dafür gelegt, dass man auch bis ins hohe Alter in der kleinen Fliederstadt Friesack mitten im havelländischen Luch gut leben kann

Text und Foto: Akademie 2. Lebenshälfte  2015

Weitere Informationen zum Objekt 

Eintrag vom 23.11.2015 unter »Praxisbeispiele: Service-Wohnen«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.