Nach dem Auszug der Kinder leben meist nur ein oder zwei Menschen in großen Wohnungen und Häusern. Laut einer Studie will ein Drittel der Eigentümer umbauen, umziehen oder untervermieten – sie wünschen sich aber Unterstützung.
Ein breites Bündnis aus Verbänden und Forschenden, darunter die Grüne Liga, der BDA, der Verband Wohneigentum, zeigt in einem Positionspapier auf, welche Reformen auf Bundes- und Länderebene notwendig sind. Es brauche mehr Beratungsangebote und bessere Fördermittel für Umbau, Umzug und Vermietung, so die Forderungen.
„Im Bestand,“ so René Schuster, Bundesvorstand der GRÜNEN LIGA, „besteht die Chance, vergleichsweise günstig und ressourcenschonend Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig altersgerechte Wohnformen zu unterstützen. Es wäre fahrlässig sich lediglich auf Neubau zu versteifen.“
Laut aktuellem Zensus wohnen fünf Millionen Menschen allein in Wohnungen mit mehr als 80m². Knapp sechs Millionen Wohnungen mit über 100m² werden von lediglich zwei Personen bewohnt. Mit verbesserten Rahmenbedingungen könnten nur durch Umbauten, Wohnpartnerschaften und andere Formen der Untermiete deutschlandweit jährlich schätzungsweise 50.000 zusätzliche Wohnungen entstehen. Das sind 17% der 2023 neu gebauten Wohnungen – allerdings mit wesentlich geringerem Ressourceneinsatz.
Die konkreten Forderungen der Bündnispartner lauten:
- Förderung von Wohnraumagenturen
– Förderung von Umbaumaßnahmen zur Schaffung von Wohnraum
– Einrichtung einer Koordinierungsstelle für intergenerationelle Wohnpartnerschaften
– Einführung einer Wiedervermietungsprämie.
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