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Farbenfreundlich und bequem - das neue Marktkarree in Wriezen

Bild zum Thema Farbenfreundlich und bequem - das neue Marktkarree in Wriezen

"Einmal Wriezener - immer Wriezener" - so wirbt die Stadt im Oderbruch auf ihrer Internetseite. Ca. 7 500 Einwohnern leben hier, davon sind bereits jetzt 30 % 60 Jahre und älter, Anteil steigend. Die meisten wollen aus Wriezen nicht mehr weg. Hier ist das Thema Wohnen im Alter längst angekommen. Dipl.-Ing. Hartmut Fahl, Geschäftsführer der HAGEBA, einer engagierten kommunalen Wohnungsgesellschaft aus dem Oderbruch, hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Der Bedarf an veränderten Wohnbedingungen, auch an Bequemlichkeit steigt,  aber nicht alles kann bezahlt werden.  Seniorenwohnen mit Heimcharakter ist nicht das Ziel, sondern bessere Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, dazu gehören der Fahrstuhl, die altersangepasste Wohnung, die bodenebenen Duschen, die Umfeldgestaltung.

Das hat die HAGEBA mit ihrem Marktkarree realisiert, für das sie vor kurzem mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut" der Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen geehrt wurde.  Es ist ein Gebäudekomplex mitten im Zentrum Wriezens - da, wo die Ärzte, der Friseur und  Einkaufsmöglichkeiten ganz nah sind und wo der Bus hält. Hier hat das Unternehmen in einen in die Jahre gekommenen "Wende-Plattenbaukomplex"  investiert und im engen Kontakt mit den Mietern 99 Wohnungen generationsgerecht gestaltet. Nach dem Baukastensystem konnten je nach Bedarf Umbauten schnell realisiert werden. Es gibt keine Schwellen mehr, 3 Außenfahrstühle und ein Innenfahrstuhl ermöglichen einen Zugang mit dem Rollator zu jeder Wohnung.  Viele Ideen wurden entwickelt, um das Vorhandene zu nutzen und doch Neues zu schaffen. Die breiten Flure in einem Gebäudeteil sind hervorragend für die Hilfsmittel der Älteren geeignet. Automatisches Licht im Flur und Keller schafft Sicherheit. Flure und Türen wurden teilweise verbreitert, Bäder angepasst und neu gestaltet.  Jedes Haus und jede Etage haben eine andere Farbe bekommen, das ist nicht nur abwechslungsreich, es erleichtert auch die Orientierung. Die barrierefreien Zugänge wurden über Rampen im Hof geschaffen. Überhaupt der Innenhof- er ist ein Schmuckstück geworden mit seinen Mietergärten, den freundlichen Farben, gemütlichen Ecken zum Schwatzen und schönen Wegen für einen kleinen Rundgang.

Bild zum Thema
<p>Das alles wurde geschaffen bei voller Vermietung. Nur f&uuml;r den Badumbau mussten die Mieter eine Woche raus. Aber auch daf&uuml;r gab es gemeinsame L&ouml;sungen. Es war nicht nur eine logistische Herausforderung. Gabor Hanke, der Bauleiter, berichtet, wie er durch dieses notwendige Miteinander&nbsp; mit den Mietern &quot;ein bisschen zum Sozialarbeiter&quot; geworden ist und die Situation der Menschen sehr gut kennengelernt hat. <br /></p><p>Im Marktkarree hat die kleinste Wohnung 27 m&sup2;, die gr&ouml;&szlig;te 58 m&sup2;. Es sind gemischte Mietergruppen und Generationen im gesamten Objekt, aber es gibt Hausgemeinschaften mit guten Traditionen. Der Hauswart als fester Ansprechpartner f&uuml;r alles ist eine sehr wichtige Person. Dazu gibt es in 50m Entfernung das sogenannte &quot;Seniorenst&uuml;bchen&quot;, ein Treffpunkt f&uuml;r die &Auml;lteren in der Stadt. Das hei&szlig;t, auch f&uuml;r Unterst&uuml;tzung und Kommunikation ist gesorgt. <br /></p><p>Bei der Einweihung des Marktkarrees gab es viel Lob! Hier kann man gut leben im Alter, hat Ruhe, Sicherheit und ist doch mitten in der Stadt. Vor allem ist es bezahlbar. Die Mieten reichen je nach sozialer Situation und Komfort von 4,60 bis 6.40 &euro; kalt, dazu noch 1,80 Betriebskosten.&nbsp; Hartmut Fahl und sein Kollegen sind stolz auf das Geschaffene und sehen weiter gro&szlig;en Bedarf. Das n&auml;chste Objekt haben sie bereits in Angriff genommen, die Planungen sind abgeschlossen. Sie w&uuml;nschen sich eine praxisbezogenere F&ouml;rderung, die der Einkommensentwicklung in der Region Rechnung tr&auml;gt. Aber auch f&uuml;r h&ouml;herwertigen Wohnraum mit teurerer Ausstattung sehen sie Bedarf. Es sind nicht nur die Wriezener, die hier wohnen wollen, sondern auch viele Zuz&uuml;gler. Das Oderbruch ist eine ungew&ouml;hnliche und sch&ouml;ne Landschaft.&nbsp;&nbsp; Hier ist auch in Zukunft noch Raum f&uuml;r viele.</p><p><em>Text und Foto - Akademie 2. Lebensh&auml;lfte 2015</em><br /></p>

Weitere Informationen zum Objekt 

Eintrag vom 30.11.2015 unter »Praxisbeispiele: Normales Wohnen«
 
 
Ein Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V.